Der Anteil alternativer Einstreu-Arten hat aus leicht nachvollziehbaren Gründen in den letzten Jahren enorm zugenommen. Hier ist vom Aufkommen her in erster Linie der Hobelspan zu erwähnen, sowie einige «Exoten» wie Leinenstreu , Hanfstreu , Rapsstreu usw.
Während die letzteren aufgrund relativ hoher Preise bisher nur auf einen eher bescheidenen Verbreitungsgrad gekommen sind, hat sich der Hobelspan mit einem Marktanteil von ca. 20% einen festen Platz hinter dem Stroh (ca. 65 %) erobert. Als Vorteile des Hobelspans in seiner Verwendung als Pferde-Einstreu gelten sein hoher Trockenheitsgrad und das der Holzfaser eigene ausgesprochen hervorragende Wasserrückhaltevermögen . Einmal aufgenommene Flüssigkeit wird auch unter der durch den Pferdehuf ausgeübten Druckbelastung nicht mehr abgegeben. Der Untergrund bleibt bis zum Erreichen der Kapazitätsgrenze der Holzfasern trocken. Im Innern der Späne, in den sogenannten Kapillaren, ist das Wasser nahezu irreversibel eingebunden. Aufgrund des leicht saueren Charakters der Holzfaser wird die Freisetzung von Ammoniak aus dem Harnabbau durch Neutralisation quasi «chemisch» verhindert. Bei einigermaßen regelmäßiger Stallpflege kann die gefürchtete Dämpfigkeit dadurch ausgeschlossen werden. |